Fehlerfreie Produktion? Ganz einfach: alle Einflussgrößen und Parameter müssen identifiziert und ganzheitlich betrachtet werden. Die Realität zeigt aber, das ist gar nicht so einfach – im Gegenteil es ist sogar sehr komplex.

Betrachtet man den gesamten Fertigungsprozess an einem Stück führt dies vielleicht zu Prozessverbesserungen, aber definitiv nicht zu einer vollständigen Prozessabsicherung. Was ist also nötig? Zuerst wird nur der eine Teilschritt genauer angeschaut, bei dem die größten Probleme oder die höchsten Kosten bekannt sind. Der Teilschritt der sozusagen am meisten weh tut. Genau für diesen einen Teilschritt müssen dann alle Einflussgrößen und Parameter, welchen den Schritt absichern, ermittelt und analysiert werden. Diese Informationen bilden die Basis um dann im nächsten Schritt ermitteln zu können, welche Technologien, Systeme, Software und Skills zur Prozessschrittabsicherung benötigt werden. Bei einer konsequenten und auf diesen Teilschritt fokussierten Arbeitsweise, ergibt sich innerhalb kurzer Zeit eine Lösung, die genau diesen Prozessschritt absichert. Und das Ergebnis? Null Fehler und ein messbarer Erfolg.

Schrittweise zur vollständigen Prozessabsicherung

Dieses Vorgehen wird nun nacheinander für jeden einzelnen Teilschritt durchgeführt und umgesetzt. Immer mehr werden die Prozesse abgesichert, bis zum Schluss dann eine vollständige Prozessabsicherung entstanden ist. Und das Beste daran? Durch dieses Vorgehen kann man auch schnell auf sich ändernde Bedingungen oder unbekannte Fehler reagieren. Denn, ergeben sich während der Bearbeitung neue Anforderungen, verändern sich bestehende Anforderungen oder treten unbekannte Fehler auf, kann schnell und effektiv genau an diesem Punkt eingegriffen werden. Diese Veränderungen können aber wiederum einen Einfluss auf vorhergehende oder nachfolgende Prozessschritte haben. Diese Wechselwirkungen dürfen auch nicht vergessen werden. Aber bei der Bearbeitung der weiteren Prozessschritte kann diese Wechselwirkung von Anfang an eingeplant und berücksichtigt werden.

Was also führt nun zum Erfolg?

Der Fokus des ganzen Modells liegt auf der schrittweisen Vorgehensweise. Diese, in Kombination mit dem iterativen Ansatz der Lösungen, bringt den messbaren, sichtbaren und vor allem schnellen Erfolg. Dieser wiederum wirkt motivierend bei allen Beteiligten und sorgt für eine hohe Akzeptanz.

Doch wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Hierfür haben wir ein Beispiel, welches wir im nächsten Artikel vorstellen werden.