Wie genau sieht die Prozessabsicherung bei ZERO defects aus?

Wir verfolgen nicht das klassische Vorgehensmodell mit jahrelangen IT Projekten die mit großem Personal- und Geldaufwand am Ende bestenfalls ungefähr das liefern was ursprünglich geplant war. Unser Vorgehensmodell basiert auf kleinen, iterativen Zyklen die sich mit wenig Personal- und Geldaufwand realisieren lassen.

Dazu wählen wir den Prozess und den spezifischen Prozessschritt aus, dessen Absicherung für das Unternehmen den größten Nutzen verspricht. Sei es weil er bislang die höchste Fehlerquote hat, die teuersten Produkte herstellt oder aus sonstigen Gründen. Als nächstes definieren wir welche konkreten Anforderungen es an den Prozess gibt, welche Parameter bekannt sind, welche Einflussgrößen in dem Prozess bislang eine Rolle spielen und welche Fehler bekannt sind die es zu vermeiden gilt. Die Live-Daten zu diesen Parametern etc. sammeln wir dazu aus der gesamten IoS/IoT-Landschaft ein.  Dabei ist es unwichtig von welchem System (Planning Solution, Lean Solutions, Datenbanken, sonstige Systeme) die Daten kommen. Durch die Kollaboration von verschiedenen Applikationen wird hierbei eine umfassendere Betrachtung gewährleistet. Ein wichtiger Vorteil hierbei ist, dass eben nicht nur interne, programmeigene Daten verwendet werden. Es können prinzipiell sämtliche externe Systeme mit den damit verbundenen Daten über die offene Schnittstelle in das System gebracht und angezeigt/verwendet werden.

Durch die komplette Absicherung des Prozesses erhält man eine Null-Fehler Produktion. Diese Prozess-Absicherung kann als schnelle Lösung angegangen werden, da hier zunächst iterativ nur einzelne Prozesse oder Prozessschritte abgesichert werden, in denen es besonders offensichtlichen Handlungsbedarf gibt. Man kann also mit wenig Geld- und Arbeitseinsatz mit der Absicherung beginnen. Durch das anfängliche Absichern der Prozessschritte mit dem höchsten Fehlerpotential erhält man direkt messbare Erfolge.

Da der Prozess so immer detaillierter und filigraner abgesichert und überwacht wird, erhält man am Ende als logische Konsequenz eine Null-Fehler-Produktion.

Iterative Prozessabsicherung

Um eine iterative Prozessabsicherung bzw. eine Rückkopplung zu gewährleisten verfolgen wird folgenden Ansatz:

Alle in einem Prozessschritt überwachten Daten werden aktiv in unserem System gespeichert. Dabei werden diese Daten dem konkreten Produkt und Prozess zugeordnet. So erhalten wir, quasi als Abfallprodukt, eine vollständige Rückverfolgbarkeit aller Teile durch die gesamte Produktion. Unser Dashboard kann dabei verwendet werden, um diese Daten in aufbereiteter Form live einzusehen.

Werden die vorher definierten Werte verletzt können eine oder mehrere Reaktionen ausgelöst werden. Dies kann eine konkrete Information an den zuständigen Werker/Prozessbeauftragten/QMB/etc., ein Warnsignal (optisch/akustisch/etc.), bis hin zu einem Stopp einer Maschine oder sogar einer ganzen Fertigungslinie sein.

Unbekannte Fehler zu bekannten machen

Die Information an den zuständigen Mitarbeiter beinhalten dabei alle bekannten Daten zu dem spezifischen Produkt bzw. Prozess. Ist eines der bereits überwachten Merkmale verletzt worden sprechen wir von einem bekannten Fehler. Nach einer Analyse der Fehlerursache passt man das entsprechende Merkmal an und kann den Fehler in Zukunft leicht vermeiden.

Von unbekannten Fehlern sprechen wir, wenn ein Fehler auftritt aber keines der überwachten Merkmale verletzt worden ist. Auch hier muss eine Analyse der Fehlerursache durchgeführt werden. Das Ergebnis der Analyse führt dann dazu, dass entweder bestehende Merkmale angepasst oder ganz neue Merkmale zur Überwachung hinzugefügt werden. Dadurch werden unbekannte zu bekannten Fehlern und können somit ebenfalls in Zukunft verhindert werden.

Da diese Rückkopplung kontinuierlich abläuft werden so Schritt für Schritt alle Fehler entdeckt, bekannt und letztlich verhindert.