Die Idee

„Stell dir eine Welt vor, in der alle Produkte wie erwartet funktionieren“ – mit dieser Vision begann unsere Geschichte. Der Gedanke, eine Null-Fehler-Produktion zu ermöglichen, ist bei Pickert kein Neuer. Mit den Produkten RQM und IDOS wird diese Philosophie schon lange genutzt und im Zusammenspiel verschiedener Module auch weitestgehend ermöglicht. Doch Sven, Geschäftsführer von Pickert, reichte das nicht aus. Er wollte diese Vision mit einer komplett neuen Produktpalette auf Basis modernster Technologien ermöglichen. Er wollte ein Produkt entwickeln, dass er einer breiten Masse zur Verfügung stellen kann und das durch Einfachheit und intuitive Bedienung zukunftsfähig und überall einsetzbar sei. Diese Idee hatte er schon lange im Kopf, bevor er sie auf einer internen Roadmap Veranstaltung im Mai 2017 zum ersten Mal vor einigen Kollegen präsentierte – die Idee eines modularen Programms zur Ermöglichung einer Null-Fehler-Produktion basierend auf modernster Technologie. Durch seine eigene Begeisterung und seine intensiv ausgearbeiteten Vorüberlegungen, entstanden unter uns keine Zweifel, dass wir diese Idee Wirklichkeit werden lassen müssen – wir stellten uns eine Welt vor, in der alle Produkte wie erwartet funktionieren und wollten sofort beginnen. Deshalb starteten wir auch direkt mit einem Erfahrungsaustausch: Wissen über Plattformen und mögliche Geschäftsmodelle waren dabei nur zwei Bestandteile reger Diskussionen.

Und weiter?

Trotz aller Begeisterung und Zustimmung, wurde die Idee nach der Roadmap auf den ersten Blick nicht mehr weiterverfolgt. Dies täuschte jedoch, denn im Hintergrund wurden bereits die ersten Fäden gezogen und es gab Treffen mit möglichen Plattform-Partnern. Aus diesen Treffen resultierten auch schon weitere Planungen – das Projekt ZERO defects begann nun richtig.

Im Herbst 2017 kam es dann zu einem der wichtigsten Meetings mit der Leitfrage: „Wie können wir das Produkt umsetzen?“

Alle Kollegen hatten die Möglichkeit an diesem Meeting teilzunehmen. Das Produkt wurde nochmals vorgestellt und die bisherigen Ereignisse zusammengefasst. Man war sich einig: dieses zukunftsfähige Produkt muss entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Doch wie sollten wir uns organisieren? Wie konnte das Produkt in die bestehende Firmenstruktur eingebunden werden? Woher würden wir die Ressourcen nehmen? Wer mochte bei der Umsetzung mitmachen? Schnell wurde klar: Es gibt nur drei Möglichkeiten, wie man ZERO defects in die bestehende Firma einbauen konnte. Doch jede Möglichkeit hatte seine Vor- und Nachteile. Mit diesen Überlegungen und Fragen schickte Sven uns wieder in den Arbeitsalltag.

Vorteile

· Minimaler Verwaltungsaufwand
· Breit gefächertes Know-How

Nachteile

· Gefahr der Bevorzugung anderer Projekte
· Keine vergleichbare Dynamik & Motivation wie bei einem neuen Unternehmen

Vorteile

· Abgeschlossenheit
· Kompletter Fokus auf ZERO defects

Nachteile

· Hoher Verwaltungs- & Kostenaufwand
· Personal wechselt oder neues Personal muss gefunden werden

Vorteile

· Eigene Identität
· Geringer Verwaltungsaufwand
· Mutterfirma als "Investor" immer noch verbunden

Nachteile

· Zeitmanagement für Mitarbeiter schwer
· Trennung nicht zu groß um abgeschlossen arbeiten zu können

Internes Projekt
Eigene GmbH
Internes Startup

Der Start

Nach vielen Diskussionen und regen Unterhaltungen innerhalb der Kollegen, war es in der kommenden Woche dann endlich soweit: das nächste Meeting fand statt. Die große Spannung, auf welche Möglichkeit die Entscheidung fallen würde, war jedoch recht schnell verflogen, da fast einstimmig die dritte Alternative gewählt wurde. So war es beschlossene Sache. Pickert würde sein eigenes Startup gründen. Leicht gesagt – doch wie beginnt man so etwas? Wir probierten es aus. Das Abenteuer begann…

Es wurde ein neues Meeting angesetzt, an dem alle Kollegen teilnehmen konnten, welche Interesse hatten mitzuwirken. Jeder konnte sich im Vorfeld überlegen, an welcher Stelle er sich in das Startup einbringen wollte, welche Kompetenzen er mitbringen würde und vor allem auch welche Kompetenzen benötigt würden werden. Dies bedeutete auch, dass keiner an seine momentane Rolle gebunden war, jeder durfte für sich überlegen, was er gut könne und auch wo private Interessen lägen. Mit der Gründung des Startups, bekam jeder die Möglichkeit seine Rolle neu zu finden. Dies war sehr spannend, forderte aber auch viel Selbstverantwortung und eine gute Selbsteinschätzung. Das Ergebnis des Meetings war, dass eine Großzahl der Mitarbeiter Interesse hatten und einen Teil ihrer Arbeitszeit einbringen wollten. So setzte sich das Team aus fast allen Pickert-Mitarbeitern zusammen. Auch der Projektname wurde nun in den richtigen Firmennamen umgewandelt: ZERO defects. Angelehnt an unsere Vision einer Welt, in der alle Produkte wie erwartet funktionieren.

Das Fazit zu dieser ersten Phase fiel sehr zwiespältig aus. Einerseits war es sehr spannend, von Anfang an bei so einem Projekt und der Gründung eines Startups dabei zu sein. Auch war es toll, zu sehen, wie eine ganze Firma dafür begeistert wurde und alle Teil des Neuen sein wollten. Andererseits hatte man in dieser Phase aber auch das Gefühl, die ganzen Ereignisse und das ganze Projekt nicht richtig greifen zu können. Jede beantwortete Frage warf wieder neue Fragen auf. Klarheit gab es nur an den wenigsten Punkten. So ging man von einem zum anderen Meeting ohne genau zu wissen, wie es konkret weitergehen würde. Doch trotz allem freuten wir uns darauf, mitzumachen und waren sehr gespannt, wie sich alles weiter entwickeln würde.

Weiter mit dem Zweiten Teil unserer Geschichte